Patientverfügung und die Proteste

Patientenverfügung, Beihilfe zum Selbstmord, Euthanasie

Das kürzlich in der Kammer beschlossene neue Gesetz zur Patientenverfügung hat große Diskussionen in der Gesellschaft und vor allem zu Protesten der Bischofskonferenz (Monsignore Bagnasco) hervorgerufen. Erstaunlich dabei ist, dass bei diesem Protest die Patientenverfügung in die Nähe zur Beihilfe zum Selbstmord gerückt wird. Dabei wird gerade bei diesem Gesetz (es muss noch vom Senat genehmigt werden) der Wille des Meschen, des freien Bürgers in den Vordergrund gestellt, indem dieser erklärt, welche therapeutischen und lebenserhaltenden Anwendungen er bei einer allzu schweren Krankheit, Agonie oder Siechtum  für sich ausschließt. Laut dem neuen Gesetz muss sich der Arzt an die Patientverfügung und folglich an die Willensäußerung halten und ist verpflichtet, die Sterbebegleitung des Patienten mit palliativen und schmerzlindernden Therapien bis zum Tode zu unterstützen. Kein Mensch wird zu dieser Patienverfügung gezwungen! Es ist die freie Entscheidung jedes Einzelnen, ob er eine eventuelle Agonie apathisch mit schmerzhaften und sinnlos lebensverlängernden Anwendungen für sich hinnehmen will. Der Grundgedanke ist dabei sehr einfach: kein Richter und kein Arzt kann und darf gegen einen erklärten Willen in der Patientenverfügung handeln! Dies ist ein großer Fortschritt für das Recht auf freie Meinung des einzelnen Bürgers und hat nichts mit Beihilfe zum Selbstmord oder Euthanasie zu tun.

 

 

Mina Welby

Articolo salto.bz

 

 

 

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