Nachtrags – Analyse zur Meraner BM-Wahl 2020

Gastbeitrag von Jörg Bauer Algund/Meran

…. oder das Waterloo des SVP-Bezirks Meran oder eine Polit-TragiKomödie zu Coronazeiten..

—– da wollte der smarte Maiser Ex-Foodmanager Richard S.- jetzt frühpensioniert, vormals langjähriger Sportpräsident beim FC-Obermais – einmal kurz Lunte riechen am stadtpolitischen Geschehen oder anderes gesagt, es gelüstete ihn nach der formidablen Publicity des amtierenden BM Paul Rösch, der ihm seit Jahren freundschaftlich bekannt.. ergo dessen bekundete Richard S. Interesse an der BM-Kandidatur – als Partei-Unabhängiger;

—– die pfiffigen Volkspartei-Strategen – ihrerseits unter Zugzwang – witterten eine einmalige Chance und fielen prompt darauf herein.. man gedachte, Richard S. als Zugpferd für die BM-Fehde fremdzusatteln.. er wurde mit viel Aufwand promotet, wie der Beste aus den eigenen Reihen.. dieses Konstrukt konnte nur schiefgehen !

… dazu kam die dümmliche Wahlwerbung mit namentlich zitierten prominenten Befürwortern der Aktion, die davon gar nichts wussten.. anstatt Überzeugungsarbeit zu bekunden, musste man mit medialem Rückruf den Unfug abblasen.. Stiche ins eigene Knie vor den Augen der Wähler !

—– hart am Absturz in die tobende Passer entlang geschrammt ist die Meraner SVP- Truppe jedoch mit ihrer Stimmenthaltung zur BM-Stichwahl – dabei gab es undeutbare Scheingefechte vor und hinter den Kulissen, nur keine klare Wahlempfehlung für die verunsicherten Bürger deutscher Muttersprache. Die bereits bewährte Rösch-Regierung im Amte wollte man partout nicht unterstützen, weil sie als aufrechter Fels in der Brandung für volksnahe und sozialverträgliche Politik einsteht und nicht nur die von Privatinteressen getriebene Wirtschaftslobby bedient – welche seit Jahrzehnten mit dem SVP-Filz verwoben ist. Die Stimme als Empfehlung für den italienischsprachigen BM-Kandidaten aus der Mitte-Rechts-Allianz war undenkbar, weil gegen die Ziele, Prinzipien, Statuten der Volkspartei. Sie muss sich aber taktisch-strategischen Unverstand im Höchstmaß vorwerfen, denn durch ihr WahlVersagen 2020 wurde der Verlust des deutschsprachigen BM in der Kurstadt als bittere Pille hoch riskiert.. geradezu provoziert.. und nur durch 37 Glücksstimmen verhindert..

—– umsomehr bleibt jetzt zu hoffen, daß sich die Loosertruppe in der Zielsetzung, sowie auch personell gründlich erneuert, damit die anstehenden Koalitionsverhandlungen mit der Stadtregierung Rösch zu einer konstruktiven, soliden Basis im Gemeinderat sich gestalten lassen – zum Wohle aller Meraner Bürger sowie einer zukunftsfähigen Entwicklung von Stadt und Land.

Jörg Bauer, Algund/Meran

Facebook Kommentare

Hinterlasse einen Gedanken / Lascia un pensiero

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht / La tua mail non verrà pubblicata / Pflichtfelder sind markiert / I campi obbligatori sono contrassegnati *